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Neue Förderkonditionen in Kraft

[18.03.2011]

Neue Förderkonditionen für erneuerbare Energien aus dem Marktanreizprogramm in Kraft

Bei der Eröffnung der Internationalen Messe ISH 2011 wurde am 15.03.2011 in Frankfurt/Main eine Verbesserung der Förderkonditionen für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien bekanntgegeben.


Das Bundesumweltministerium verstärkt ab sofort seine Aktivitäten bei der Förderung der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die Energie- und CO2-Einsparpotenziale im Bereich der Wärme- und Kältetechnik von Gebäuden ist immens, immerhin entfällt auf diesen Sektor mit etwa 40 % ein erheblicher Anteil des Endenergieverbrauches in Deutschland.


Die neuen Richtlinien zum Marktanreizprogramm bringen Änderungen in den Segmenten Solarthermie, Kesseltausch, Wärmepumpe und Holzheizungen mit sich.

Die neuen Förderrichtlinien für das Marktanreizprogramm sind am 15. März 2011 in Kraft getreten. Einige der Verbesserungen sind zeitlich eng begrenzt, um schnelle Investitionen auszulösen. Die erhöhte Förderung ist bis zum Jahresende 2011 befristet und kann nur bei einer rechtzeitigen Antragstellung in Anspruch genommen werden.


Einige der technischen Förderanforderungen wurden verändert. Dies gilt insbesondere für die Förderung von effizienten Wärmepumpen.


Im Rahmen der Förderrichtlinie gelten für die solare Sanierung von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden ab sofort nachfolgende Fördersätze:


Solarkollektoren
Basisförderung für Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung wird auf 120 Euro/qm erhöht. Die erhöhten Sätze sind allerdings bis 30. Dezember 2011 befristet; für spätere Antragstellungen ermäßigt sich die Förderung wieder auf 90 Euro/qm.


Der neue Kesseltauschbonus (Bonus für den zusätzlichen Austausch eines alten Heizkessels ohne Brennwertnutzung gegen einen neuen Brennwertkessel) wird auf unbefristete Dauer eingeführt, aber degressiv ausgestaltet. Er beträgt 600 Euro bei Antragstellung bis zum 30. Dezember 2011, danach 500 Euro.


Der Regenerative Kombinationsbonus für Solarthermie plus Wärmepumpe oder Solarthermie plus Biomasse beträgt ebenfalls 600 Euro bis zum 30. Dezember 2011, danach 500 Euro.


Biomasseanlagen

Die Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln wurde wieder aufgenommen.  Als Fördervoraussetzung muss ein Staubemissionswert von maximal 15 Milligramm pro Kubikmeter in Anlehnung an die erst ab 2017 geltenden Emissionsgrenzwerte nach der Stufe 2 der 1. BImSchV eingehalten werden. Die Förderung beträgt pauschal 1.000 Euro.


Unverändert bleiben alle bisherigen Förderungen bei Pellet-Öfen mit Wassertasche, Pellet-Kesseln und Holzhackschnitzelanlagen.


Wärmepumpen
Die technischen Förderanforderungen wurden überarbeitet. Unter anderem wurden die geforderten Jahresarbeitszahlen reduziert.
Der Bemessungsmaßstab für die Förderung von Wärmepumpen wurde von der früher maßgeblichen Wohnfläche auf die Wärmeleistung umgestellt. Grund hierfür sei eine Erleichterung der Antragstellung und Vereinfachung der Förderanforderungen. Das bisherige Förderniveau bliebe in etwa erhalten.


Kategorie: Solarinfo, Rechtsinfo